Wonnemonat und Marienmond

 

 

Die Walpurgisnacht liegt hinter uns. Wir hoffen, dass alle Hexen fleißig auffem Besen unterwegs waren und wollen jetzt mal gucken, was der Mai sonst noch so für sich hat.

 

Dass Maia, eine der sieben Plejaden und – dank Zeus, wem sonst – Mutter des Hermes, Namensgeberin des Wonnemonats ist, interessiert uns eigentlich mehr vor dem Hintergrund, dass wir mal wieder eine neue Handtasche gebrauchen könnten. Wenn’s für Hermès auch nicht reicht: Einkaufen geht immer und im Frühjahr besonders gut!!!

 

Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai der Verehrung der Gottesmutter gewidmet. Weshalb er auch als Marienmond bezeichnet wird. Gute Gelegenheit, ein bisschen andächtig zu sein. Oder mondsüchtig.

 

In dem Zusammenhang ein leidiges Thema: Muttertag. Aber ist nun mal in der Welt. Vielleicht trotz aller Kommerzialisierung eine Gelegenheit, nicht nur einmal im Jahr am zweiten Sonntag im Monat die Mama zum Spargelessen einzuladen und ihr ein paar Blümchen zu überreichen, sondern sich darauf zu besinnen, was wir ihr verdanken: unser Leben!

 

Und dann, noch mal eben zurückgeblickt, der 1. Mai. Da war doch was?! Genau! Internationaler Feiertag der Arbeiterbewegung. Rote Fahne, Avanti Popolo … Nicht mehr zeitgemäß? Nun, Gerechtigkeit ist jederzeit zeitgemäß.

 

Übrigens: Wonnemonat hat nix mit Wonne zu tun. Sondern mit Wunni – althochdeutsch für Weide. Weil man das Vieh jetzt auf die Weide treiben konnte. Was für das Vieh wiederum eine Wonne war …

 

Handtaschen, (Gottes-)Mutter, Lunatismus, Gleichberechtigung, Wonnen und Weiden und Viehzeugs und mehr – damit haben wir auch im Mai und auch in Viersen wieder ein unerschöpfliches Themenspektrum!

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