Frühling, das ist grasgrün und himmelblau und forsythiengelb und rosarot. Wer sein Auge aber in Erwartung von Farbexplosionen noch mal ganz puristisch und minimalistisch ausruhen will, dem sei „Schwarz Weiß“ ans Herz gelegt: Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Park ist noch bis zum 8. April zu sehen – und ist eine ziemlich kunterbunte Mischung.
Insgesamt 70 Künstlerinnen und Künstler aus fünf Jahrhunderten leuchten die Bandbreite der künstlerischen Möglichkeiten im Bereich der Nichtfarben aus.
Neben aktuellen Positionen – Ai Weiweis ausgeschlafenes Emscherkunstzelt , Jenny Holzers anklagende Waterboarding-Serie oder Riiko Sakkinens raumfüllende Schwarzmalerei – präsentiert die Schau zahlreiche Klassiker quer durch die Jahrhunderte: Das geht von Rembrandt bis Manet, von Kirchner bis Picasso, von Nolde bis Mataré, von Piranesi bis Klee, von Liebermann bis zu Emil Schumachers Mappe „Poesie in Schwarz-Weiß“.
Und beginnt bei Albrecht Dürer. Für Kuratorin Jutta Pitzen ist der mehr als 500 Jahre alte Holzschnitt „Simson bezwingt den Löwen“, das älteste Werk der Ausstellung, der Beginn der schwarzweißen Kunst.
Wer nach dem 8. April immer noch nicht genug hat: Nachdem sich Viersener Schulen im Kunstunterricht mit dem Thema „Schwarz Weiß“ befasst haben, werden ab dem 22. April Schülerarbeiten in der Galerie gezeigt.

 

Alle Fotos © Stadt Viersen

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