Koffer gepackt und ausgesetzt

Zum Rahmenprogramm des Grenzhopper Theaterfestivals, haben sich dieses Jahr Studenten der Fontys PABO und der Hochschule Niederrhein in einem künstlerischen Austauschprojekt zusammengefunden und Koffer gepackt. Diese Koffer stehen mit dem Spielort in Verbindung und enthalten die unterschiedlichsten Dinge. Die Koffer findet man während des Festivals an den jeweiligen Spielorten. Geplant ist, die kleinen „Koffermuseen“ nach dem Festival im Internet als Geocachingpunkte zu publizieren.

 

Nettetal -  Die Stofftiere der Jugendherberge in Hinsbeck gehören zum festen Bestandteil der Zaubertricks, die den Jugendlichen beigebracht werden. Doch dieses Mal ging es für den Plüschtiger und seine beiden Freunde auf eine kleine Reise. Um den Besuchern des Theaterfestivals Grenzhopper den Spielort der Jugendherberge näher zu bringen, wurden die kleinen Spielzeuge an den verschiedensten Orten fotografiert. Gesammelt, befinden sich diese Bilder nun in einem schwarzen Koffer, der auch erst einmal auf die Reise gehen muss.

Am vergangenen Freitag wurden die kleinen Koffermuseen endlich zu ihren Bestimmungsorten gebracht. Studenten der Fontys PABO und der Hochschule Niederrhein haben sich für dieses besondere Austauschprojekt zusammengetan. Unter der Leitung von Dagmar Reichel entstanden sechs Koffer mit unterschiedlichen Assoziationen zum jeweiligen Spielort des Theaterfestivals Grenzhopper. Die Koffer sind für die Dauer des Festivals an den jeweiligen Darstellungsorten zu bestaunen.

 

 

Die sechs verantwortlichen Jugendlichen sind zwischen 20 und 29 Jahren alt. In der Regel wurden die Koffer zusammen erarbeitet und gestaltet. Einzig der Koffer, der eine kleine Filmsequenz für das Theater de Garage enthält, wurde vom Kulturpädagogikstudent Garvin Dickhof allein erstellt.

„Wir haben uns an einem Tag alle Orte angeschaut, dass war zwar anstrengend aber auch gut“, erzählt Sonja Menold. Nach diesem ersten Besuch entstanden dann auch schnell die Ideen für die einzelnen Koffer.

 

So befinden sich jetzt neben dem Filmkoffer am Theater der Garage und dem Stofftierkoffer bei der Jugendherberge in Hinsbeck, vier weitere Koffer an ihrem Bestimmungsort. Der Koffer des Theaters unterm Dach enthält einen einzigen langen Papierschnipsel mit unterschiedlichen Sätzen, die die Jugendlichen nach den Eindrücken ihres Besuches dort notierten. Zusätzlich enthält der Koffer eine aufgenommene Vertonung dieser Sätze. Für das ´T Raodhoes in Venlo-Blerick gibt es unterschiedliche Drahtgeflechte, die anschließend auch auf Papier übertragen und mit Malerei unterstrichen wurden. Für die Werner-Jaeger-Halle erstellten die Jugendlichen  ein Memorie aus Fotos in der Größe von Polaroids. Für den Naturschutzhof blieb die Künstlergruppe bei Naturmotiven. So wurden  Fotos, die auf dem Hof gemacht wurden, mit unterschiedlichen Theaterstücken in Verbindung gesetzt.

 

„Ich finde, die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen“, sagt Dagmar Reichel kurz bevor die schwarzen Koffer geschlossen werden, um sie zu ihrem neuen Platz zu bringen.

geschrieben von Anita Holtermann