Mittwoch, 11 November 2015 15:09

Kunst für die Seele im TIG

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Kunst möchte immer etwas im Betrachter auslösen. Sie will uns auf Dinge aufmerksam machen, will aufrütteln, und emotional berühren. Genau dies tut zurzeit die Ausstellung der Künstlerin Manuela Kuhn im Theater im Gründungshaus. Sie zeigt Photographische Montagen mit einem besonderen Verfahren aber auch klassische Techniken.

 

„Es ist schon eine Art Tradition geworden Ausstellungen im TIG zu machen, wenn es das Programm hergibt.“, erklärt Hans Peter Steffens von Kulturbeutel e.V.

Doch bei der neuen Ausstellung im TIG ist alles etwas anders. Es scheint, als haben sich die Kunstwerke von Manuela Kuhn ihren Ausstellungsort selbst ausgesucht. Rein durch Zufall kam sie ins TIG und merkte sofort: Dieser Ort ist etwas Besonderes!

Genau, wie Ihre Kunstwerke. Ich merke nicht nur beim Betrachten, sondern auch im Gespräch mit Manuela Kuhn, da stecken ganz viel Geschichte und Seele drin.

Der erste Blick fällt auf Fotomontagen, die alle Dinge aus der Natur zeigen. Veränderte Baumstrukturen, Wasser/Wassertropfen. Auch Steine sind zu sehen, die wie Kissen anmuten, auf denen Manuela noch in Kaligraphie Wörter eingearbeitet hat. Weiter geht es dann mit Bildern aus Acryl und Öl, wohlgemerkt mit den Händen gemalt, wie Manuela mir zu meinem Erstaunen erzählt. „Es muss fließen, Ich muss die Materialien spüren.“, betont sie.

 

 

Manuela Kuhn erzählt sehr ruhig und bedacht von ihrer Kunst und ihrem Werdegang.

Sie hat sich alles selbst beigebracht, sei es die Malerei, die Photographie oder auch die Bildhauerei. Auch den Umgang mit den diversen Programmen, die sie für die Bildbearbeitung benötigt, hat sie sich selber angeeignet. Falls sie dann mal doch einen Rat braucht, wendet sie sich gerne an Fachleute, verrät sie.

„Kultur ist mir wichtig, überall dort wo Kultur, über welche Kunstform auch immer, gelebt wird , Gestalt und Ausdruck erfährt werden Gespräche ermöglicht, Gedanken und Vorstellungen entfacht, die den Austausch suchen und damit die Bereitschaft zur Auseinandersetzung fördern.“, führt die Künstlerin aus.

Außerdem hat sie noch Kurse in Kunstgeschichte besucht und Ihre Liebe zu Frida Carlo entdeckt.

Angefangen hat sie mit kreativen Schreiben, doch bald kam die Malerei dazu. „Der Auslöser ist meist ein Ereignis, das mich mitbestimmt und begleitet.“ erklärt sie. Seit dem 14. Lebensjahr ist die Kunst, in welcher Form auch immer, aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken, dient auch als Anker.

 

Ich lasse noch mal den Blick schweifen und finde sehr schnell meinen Favoriten: Eine Fotomontage mit Wassertropfen. Und mir fällt bei den Bildern noch etwas anderes auf: Auf fast jedem Bild kann man bei näherem Hinsehen ein Gesicht entdecken.

Also meine Empfehlung: Bis Mitte Dezember mal im TIG vorbei schauen und die Bilder auf sich wirken lassen. Wer eines kaufen möchte tut auch noch ein gutes Werk. Den Erlös möchte Manuela Kuhn spenden.

 

 

 

Infos:

 

Ort:

Theater im Gründungshaus

Eickener Straße 88

41061 Mönchengladbach

 

Datum:

Vom 27.10.2015 bis Mitte Dezember

 

Uhrzeit:

zu den Öffnungszeiten des TIG

Letzte Änderung am Mittwoch, 11 November 2015 15:17
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