Donnerstag, 28 Mai 2015 21:23

Olaf Fander

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Olaf Fander © Gesa Kieselmann-Fricke

Olaf Fander stellt sich als Kandidat der Bürgervereinigung FürVIE zur Wahl des Bürgermeisters. Er ist in Süchteln geboren und aufgewachsen und Viersen ist für ihn seine Heimatstadt, für die er sich gerne unter anderem mit viel Bürgernähe als Bürgermeister einsetzten möchte.

MAG-4: „FürVIE ist eine Bürgervereinigung, die sich für bürgernahe Politik einsetzt. Welche Akzente möchten Sie für die Viersener setzen, sollten Sie im September zum Bürgermeister gewählt werden? „

 

Herr Fander: „Wir werden die Bürger mehr in die Politik einbeziehen. Wir wissen, dass es schwierig ist, aber wir werden es versuchen. Und es wird auf jeden Fall besser werden, als jetzt. Wir stellen immer wieder fest, wenn es Baumaßnahmen gibt, sind die Menschen nur für ihr Projekt in direkter Nähe da, das andere ist nicht so relevant. Zum Beispiel das Rhenania Gelände in Dülken. Da waren bei der Vorstellung 30 Leute aber das waren alles Menschen, die direkt dort wohnten keine Anwohner, die etwas weiter davon entfernt sind. Das ist die Problematik, die anderen Einwohner auch dazu zu bringen, sich zu beteiligen. Da werde ich drauf hinarbeiten.„

  

 

MAG-4: „In einem Interview mit der WZ vom 6.03.2015 haben Sie den Umgang mit Fördergeldern angesprochen. Sie sind dafür, Fördergelder abzulehnen, wenn sich die Stadt die übrigen Kosten nicht leisten kann. Glauben Sie, dass es schwierig sein wird als Bürgermeister dies zu realisieren?“

 

Herr Fander: „ Es gibt gewisse Förderungen, die man nicht ausschließen kann. Das ist klar, da muss man mitziehen! Aber wir haben einige Sachen, zum Beispiel den Radweg Dülken nach Waldniel. Da gab es Fördergelder für einen neuen Radweg. Man kann zu Fuß oder mit Rad von Dülken nach Waldniel über Mackenstein, RWE, Narrenmühle auf dem Radweg nach Waldniel. Der ist natürlich nicht so schön, wie der neue Radweg durch die Felder. Wenn man jetzt sagt, der Radweg kostet, ich nehme jetzt einfach mal eine Zahl, 1,5 Millionen und wir bekommen 1,2 Millionen an Fördergeldern und müssen noch 300.000 Euro beisteuern. Da muss man einfach auch mal sagen, wir haben die 300.000 Euro nicht. Um das zu entwickeln, müssen wir erst mal alle Bahntrassen in Viersen kaufen auch die, die wir nicht benutzen. Ist das sinnvoll? Der Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung, in dem wir auch sehr aktiv mitarbeiten, möchte jeden Cent sparen, damit die Stadt von den Schulden herunter kommt. Es ist natürlich reizvoll, einen schönen Radweg anzulegen, aber der kostet uns 300.000 Euro. Auf der einen Seite, möchte man jeden Cent sparen und auf der anderen Seite, legen wir 300.000 Euro für einen Radweg aus, den wir nicht dringend brauchen. Der ist schön, der ist super, aber wir müssten ihn nicht haben. Da muss man abwägen, legen wir die 300.000 Euro aus oder sparen wir das Geld, und sanieren damit lieber den Haushalt. Ich würde die zweite Variante vorziehen. Ein anderes Beispiel, der Umgehungsring. Das ist ein Projekt, bei dem man die Fördergelder nicht ablehnen kann. Das ist für die Stadt wichtig! Da geht kein Weg dran vorbei. Eine andere Sache ist der Bahnhofsvorplatz. Da müssen wir auch ca. 600.000 Euro – 700.000 Euro beisteuern. Da muss man wieder überlegen, ist es uns das wert? Bringt uns das so viel, dass wir einen schönen Vorplatz haben, wo Busse rein -und rausfahren? Das sind Sachen, wo ich persönlich sage, da muss man sich in Ruhe hinsetzen und überlegen: Können wir uns das leisten? Was tun wir für die Bürger? Einen schönen Bahnhofsvorplatz? Wie viele nutzen den Bahnhofsvorplatz von den ca. 76.000 Bürgern? Wären nicht 700.000 Euro Haushaltssanierung wichtiger für die Stadt Viersen? Keine Steuererhöhung, weder Gewerbesteuer, noch Grundsteuerund auch keine Erhöhung von Gebühren zum Beispiel für die Straßenreinigung. Da werde ich als Bürgermeister sicher auch mal den Kämmerer ausbremsen und nicht direkt sagen: Super machen wir, wir bekommen mehr Geld in die Kassse! Viele Projekte kann man nicht ablehnen, wie die Entwicklung unserer Baugebiete oder die Förderung der Südstadt. Viele Dinge muss man einfach auf den Prüfstand stellen. Man kann nicht sagen, wir haben keine 12.000 Euro für die Billard WM aber legen 50.000 Euro für einen Externen Moderator aus, obwohl es gute Leute bei der Stadt Viersen gibt.“

 

© Gesa Kieselmann-Fricke 

 

 

MAG-4: „Unter anderem möchten Sie die Verwaltung näher an den Bürger bringen. Wie soll dies konkret aussehen?“

 

Herr Fander: „ Erst mal weniger Papierkram. Dann den Bürgern auch mal erklären, wo sie hinkönnen. Oder es einrichten, dass es einmal in der Woche in Dülken oder Süchteln eine Anlaufstelle gibt, wo Bürger sich beraten lassen können. Generell: wir haben in Dülken zwei Rathäuser, wo wir Personal haben. Wir haben in Süchteln ein Rathaus mit Personal. Es wäre schön, wenn eine Dame oder ein Herr in einer Doppelfunktion eine Beratung anbietet, damit die Bürgerinnen und Bürger zumindest zeitweise einen Ansprechpartner in den Stadtteilen haben. Für einen halben Tag Bürgernähe realisieren vor Ort realisieren, wäre doch prima. Da kann man sicher nicht alle Bürgeranliegen sofort bearbeiten, aber viele Kleinigkeiten kann man zumindest schon konkret erledigen. Viele Probleme oder Fragen kann der Bürger auch über die Internetseiten der Stadt oder im Bürgerbüro im Stadthaus, natürlich auch telefonisch ansprechen. Von da aus wird das Problem an den entsprechenden Fachbereich zur zügigen Erledigung weitergeleitet“

 

 

MAG-4: „Was macht Viersen für Sie aus?“

 

Herr Fander: „ Süchteln ist meine Heimatstadt, da bin ich auch geboren. Ich wohne in der Stadt Viersen, ich arbeite in der Stadt Viersen, ich habe meine Kunden in der Stadt Viersen. Also bin ich in der Stadt sehr verwurzelt. Von daher liebe ich diese Stadt. Das ist es!“ (lacht!)

 

 

 

MAG-4: „Welche Frage würden Sie am liebsten beantworten?“

 

Herr Fander: „ (lacht) Man hat mir viele Fragen gestellt! Das ist schwer eine zu finden. Ich wüsste jetzt keine.“

 

 

 

Name: Olaf Fander

Jahrgang: 1957

Geburtsort: Süchteln

Ausbildung: Gas und Wasserinstallateurmeister, Zentralheizungs und Lüftungsbaumeister

Hobbys: Motorradfahren und Wandern

Leitspruch: Geht nicht gibt’s nicht!

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 30 Mai 2015 11:14