Sonntag, 17 Februar 2013 09:03

Frohe Weihnachten und ein schoenes neues Jahr! - verspaetet, aber was solls.

von 
Artikel bewerten
(3 Stimmen)

Nach einer langen Schaffenspause von ganzen zwei Monaten melde ich mich wieder zurueck

(an dieser Stelle entschuldigt bitte, dass ich kein ue, ae, oe oder sz ausschreiben kann, da ich ein neues Notebook kaufen musste und die thailaendische Tastatur solch extravagante Buchstaben nicht hergibt). Ueber die Vorweihnachtszeit bis einschliesslich Neujahr hatte ich Besuch, danach war kein Notebook verfuegbar und abschliessend wurde ich von einer Schreibblockade – oder besser Faulheit – befallen. Jetzt gibts aber wieder einen Artikel! Ihr seid sicher gespannt, wie ich die Vorweihnachtszeit, deren Hoehepunkt und Sylvester verbracht habe. Nun, waehrend der Vorweihnachtszeit bekam ich von meinen Grosseltern und anderen lieben Menschen aus der Heimat Pakete mit allerlei Suessigkeiten und Nahrung, die ich hier sonst nicht kriege: Christstollen, Pralinen, Schokolade, Muesli, Vollkornbrot, Kekse und was es nicht so alles an Weihnachten gibt. Den Grossteil habe ich allerdings nicht selber vernichtet, sondern an meine Mitlehrer und Freunde verteilt. Besonders die zwei philippinischen Lehrerinnen (G und Bell, beides englisch ausgesprochen) haben sich gefreut, dass wir (Sophia und ich) ein wenig Weihnachtsstimmung bei ihnen weckten, da sie ja katholisch sind und Weihnachten von daher auch feiern.

Am eigentlichen Heiligabend gingen wir mit G, Bell, und Sophias Familie, die zu der Zeit zu Besuch war, in unserem Lieblingsrestaurant essen. Ganz typisch war das Weihnachtsessen zwar nicht, aber dennoch hat es allen geschmeckt und die Atmosphaere war angenehm; nicht zuletzt wegen der Weihrauch-Raeucherkerzen meiner Grosseltern – Danke Oma und Opa! In der Schule fand am 25.12. dann eine Weihnachtsfeier statt, die dem Motto "ASEAN" gewidmet war. Das Beste an dieser Feier war natuerlich die gelungene Organisation, da mir einen Tag vorher gesagt wurde "Hey Tim, bitte moderiere doch die Weihnachtsfeier.. auf Thai." .. Natuerlich, da mein Thai auch so einwandfrei ist, dass mich jeder versteht. Gluecklicherweise hatte ich eine Co-Moderatorin (eine Schuelerin des hoechsten Jahrgangs und der besten Klasse), die zwischen den verschiedenen Liedern, Theaterauffuehrungen und Quiz-Einlagen meine verhaspelten, unverstaendlichen Saetze wiederholen konnte. Spaeter bin ich dann mit den anderen Englischlehrern einig geworden, dass ich Englisch spreche und die Schuelerin das ganze auf Thai uebersetzt.

Nebenher war natuerlich noch mehr Chaos, da Sophia und ich beschlossen hatten, zur Feier und Ueberraschung des Tages Pizza im Kochunterrichts-Raum zu backen! Sprich aus fuenf Kilogramm Mehl einen Teig und aus diesem wiederum zwanzig Pizzen machen – alles nebenbei natuerlich, da wir beide auch fleissig auf der Feier beschaeftigt waren. Dank gilt hier Sophias Familie, die uns bestens unterstuetzt hat, sowie der Hauswirtschaftslehrerin, die von dem Vorhaben vollkommen begeistert war. Die Pizza jedenfalls war ein voller Erfolg, alle waren hingerissen von dem kulinarischen Ausflug und ich konnte endlich mal wieder mein Lieblingsgericht essen – ausserdem ist mein Rezept nun international bekannt!

Ganz weihnachtlich mit der frisch gebackenen Pizza und roter Fliege.

Waehrend des Unterrichts hatten Sophia und ich auch unseren Spass. Wir sangen Weihnachtslieder mit den Schuelern und liessen sie Weihnachtskarten malen und schreiben. Einige dieser Karten waren wirklich kunstvoll und niedlich und das Beste: Sie waren manchmal an uns adressiert. Da fuehlt man sich doch gemocht!

Zwischen Weihnachten und Sylvester war ich dann auf Kho Samed, einer Insel in der Provinz Rayong, die nicht allzu ueberlaufen, daber dennoch relativ gross ist. Der Strand ist weiss, das Wasser blau und die Sonne hat mich trotz Sonnencreme dermassen verbrannt, dass ich einige Tage gelitten habe. Das hat man von den roten Haaren, naechstes Mal werde ich einen Sonnenschirm mitnehmen.. Von Kho Samed aus gings dann direkt nach Bangkok, wo ich Sylvester mehr oder weniger im Hotel verbrachte, da ich dank der arktischen Temperaturen im Kino einige Tage vorher krank wurde. Aber nun, das neue Jahr hat so oder so angefangen und mich hat es nicht gestoert, es ausnahmsweise mal nicht zu feiern.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich ueber Weihnachten und Sylvester nichts vermisst habe. Meine daheimgebliebenen Verwandten haben sich toll um mich gekuemmert und es war mal ganz nett, im Dezember 30 Grad geniessen zu koennen; Weihnachten und Neujahr eben mal anders. Ich hoffe, bei euch war es auch schoen, egal wo ihr es auch verbracht habt. Wichtig ist ja nur, dass man an seine Lieben denkt und ein paar Menschen um sich hat, die es gut mit einem meinen, moegen sie Weihnachten und Neujahr feiern oder nicht (ein paar sentimentale Worte zum Abschluss!).